Geschichten des Monats

 

 

Nacherzählung zu “Hinter verzauberten Fenstern”


Liebes Tagebuch,

am 30.November 2011 saß ich in meinem Zimmer auf der Fensterbank und wartete auf Mama, weil sie unsere Schokoladen-Adventskalender eingekauft hatte.

Da kam sie und es klingelte laut. Ich sprang runter, sauste zur Tür und riss sie auf. Da stand Mama mit 100en von Einkaufstaschen.

Mein kleiner Bruder Oli rief sofort: „Mama, können wir unsere Schokoladen-Adventskalender haben?“ Mama sagte: „Nein, morgen.“ „Biiiiiitteeeee!“ „Na gut.“

Mama zog aus ihrer Tasche die beiden Kalender und gab sie uns. Oli bekam seinen dicken Adventskalender und ich? Ich bekam einen dünnen Pappkalender. Ich war stinksauer, hingegen mein Bruder strahlte ums Gesicht.

Ich habe den Adventskalender in die Ecke geschmissen. Am Abend, als ich ins Bett gegangen bin, schlief ich nicht, sondern ich blieb sehr lange wach. Dann beschloss ich, runter zu gehen und den Kalender zu holen.

Als das erledigt war guckte ich auf die Uhr, SUPER! Es war schon nach 01.00 Uhr.

Ich guckte den Kalender noch etwas an und dann dachte ich, ich kann jetzt das erste Törchen aufmachen. In dem Bild war ein Dachboden zu sehen. Überall hingen kleine Flugzeuge und ein Globus aber ein ganz komischer Planet, den kannte ich nicht. An einer Ecke stand ein Kleiderständer mit einem schwarzen Mantel am Haken. Am nächsten Morgen machte ich das Fenster nochmal auf um es Oli zu zeigen: „Boah, da sind ja nur Bilder!“ „Ich weiß!“ Aber als Oli das Bild zum zweiten Mal sah, staunte er – da war kein schwarzer Mantel mehr, sondern eine bunte Jacke. „Da hängt kein Mantel mehr,“ sagt Oli, „den habe ich dahin gemalt.“ antworte ich „und jetzt geh, loooooos!“

 Ich starrte noch lange in das erste Törchen rein und auf einmal war ich in dem Kalender drin:

Da kam ein kleiner Mann herein mit einer Blumenvase. „Oh hallo, mein Name ist Julia und Ihr Name ist?“ fragte ich den kleinen Mann. „Jakobus Jammernicht. Als ich gesehen habe, dass das Fenster im Kalender offen war, wollte ich es hier noch etwas gemütlicher machen. Morgen geht es zum König, ja?“

Da guckte ich in mein Zimmer und saß wieder auf meinem Bett. Am nächsten Tag war ich wieder bei Jakobus. Der hantierte in der Kiste, „kannst Du die Seile mal in der Badewanne befestigen?“ „Ja.“ „Und das Lenkrad auch?“ „Wieso denn ein Lenkrad?“ fragte ich. „Na zum fliegen!“ „Na dann, looooooos!“ Da sah ich ganz schön viele verfallene Häuser. Da fragte ich Jakobus: „warum sind soviele Häuser kaputt?“ „Früher gab es nur Bilder-Adventskalender, doch dann kamen diese Schokoladen-Adventskalender und es guckten keine Kinder mehr rein und dann sind die Bewohner weggegangen.“

„So, da sind wir auch schon.“ Sagte Jakobus.

Als wir die ganzen Treppen hochgelaufen waren, waren wir in der Eingangshalle. „Da steht ein Schild ´Thronsaal´, da geht’s lang, Jakobus“. Da mussten wir nochmal hunderte von Treppen laufen. Da kam der Butler des Königs mit tausenden von Hüten angelaufen. „Jakobus! Und wer ist das?“ „Das ist ein kleines Mädchen. Es hat ein Fenster aufgemacht.“

„Hier Eure Hüte!“ sagte der Butler. „Ich dachte der König ist blind?“ sagte Julia.

„Jakobus!“ sagte der Butler. „Ehhhm, Sie ist gerade nicht so gut in Stimmung!“ antwortete Jakobus dem Butler.

Da öffnete sich die große Tür und Jakobus und ich gingen rein. „König, seit langem hat sich das Fenster geöffnet.“ „Ich werde Euer Haus verbessern und alle verfallenen Häuser auch!“ sprach der König.

Auf dem Rückflug wollte ich mehr über den Prinzen wissen. Als wir wieder zuhause waren, sagte Jakobus: „Die alten Elfen machen ein Fest für Dich!“  

Helen Formen

Klasse 3

 

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