Kaiser Karl

 

 

"Salz wurde früher auch weißes Gold genannt. Und wer Pfeffer besaß, war besonders wohlhabend!" Staunend erlebten die Kinder der Heckenlandschule, wie die museumspädagogischen Mitarbeiterinnen Uta Hellendorn-Werths und Pia Güntner den geheimnisvollen Koffer in ihrer Klasse öffneten. Zum Vorschein kamen viele Gebrauchsgegenstände aus der Zeit von Karl dem Großen. Mit Hilfe von Bildern erkannten die Kinder Gebäude und die Kleidung der damaligen Zeit. Den kostbaren, mit Gold- und Silberfäden durchzogenen Stoff des Herrschers und seine Pelze konnten sie dann durch Probestückchen erahnen, die sie auch in die Hand nehmen durften.

Doch wie war ein Leben ohne Strom? Der Kienspan in seinem Halter gab nur für einige Minuten Licht. Bei dieser schwachen Beleuchtung wurden dann mühevoll mit Tinte und Feder ganze Bücher abgeschrieben. "Ekelig!" riefen die Kinder, als sie feststellten, dass das vermeintliche Papier aus Tierhaut und die Tinte aus Galläpfeln hergestellt wurden. "Früher wurde das komplette Tier verarbeitet. Es wurde nicht nur für ein paar Schnitzel geschlachtet", erklärte Uta Hellendorn-Werths. So wurden aus den Sprunggelenken der Ziegen auch Geschicklichkeitsspiele für Kinder hergestellt.

Nachdem viele Gegenstände erklärt worden waren, durften die Kinder alles einmal ausprobieren. Nun kam der Mörser zum Einsatz, Briefe wurden mit Wachs versiegelt, Schuhe aus Holz und Leder anprobiert und es wurde auf Wachstafeln geschrieben. Diese vielen nachhaltigen Eindrücke haben die Kinder der STAWAG zu verdanken, die das Projekt "Kark aus dem Koffer" im Rahmen des Karljahres für die Schulen sponsert.

 

 

 

 

 

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